Übers Fliegenbinden

Georg Christel

Fliegenfischer - Fliegenbinder - Rutenbauer

unter Fliegenbinder Christel

Übers Fliegenbinden

2003 begann ich mit dem Fliegenbinden. Als ich das erste Mal ein voll ausgestattetes Fliegenbindezimmer eines langjährigen Binders sah, dachte ich, bei diesen vielen Materialien blicke ich nie durch. Woher weis der welches Material er für welchen Zweck verwendet? Wie muss man es verarbeiten oder behandeln?

 

Heute bin ich selbst ein begeisterter Fliegenbinder, mit einem mindestens genauso gut ausgestatteten Zimmer. Und ich habe den Eindruck es kommt immer wieder etwas Neues dazu.

 

Das Fliegenbinden hat so viele Facetten und Möglichkeiten. Einfach unendlich.

 

Da ich eine große Leidenschaft für gutes Handwerk in mir trage und dies als Versicherungskaufmann nicht ausleben kann, ist das Fliegenbinden für mich ideal, um mein handwerkliches Potential anzuwenden.

 

Kreativität, handwerkliches Geschick, Beobachtung des natürlichen Vorbildes, Geduld, und ganz wichtig Begeisterung sind entscheidend für ein tolles Resultat. Dazu ein wenig Gefühl für verschiedene Materialien und für die Proportionen der Fliegen.

 

Dies führt dann wohl zum Erfolg beim Binden.

 

Gerne befasse ich mich mit realistischen Mustern. Diese stellen eine gewisse Herausforderung dar. Ich denke durch das Binden von realistischen Fliegen erfahre ich viel über Material und Technik, so dass das herstellen von Gebrauchsmustern leichter fällt.

 

Gebrauchsmuster binde ich unter anderem aus Qualitätsgründen. Ich experimentiere solange bis ihre Schwimmeigenschaften Widerstandsfähigkeit und Fängigkeit meinen Wünschen entsprechen.

 

So kann ich flexibel auf Dinge die ich in der Welt der Insekten meines Angelrevier entdecke reagieren und mir ein entsprechendes Muster anfertigen.

 

Es macht einfach Spaß wenn’s dann funktioniert und die Fliege fängt. Denn nur deshalb binden wir ja eigentlich Fliegen.

 

In diesem Sinne

 

 

Aktualisiert ( Dienstag, den 08. Februar 2011 um 19:01 Uhr )